Morbayassa – Le Serment de Koumba

Morbayassa

Morbayassa – Le serment de Koumba

Guinea / Frankreich 2012, R.: Cheick Fantamady Camara, 120 Min., OF frz., engl. UT

Bella, eine junge Frau aus Guinea, arbeitet als Prostituierte in einem Unterhaltungslokal in Dakar, Senegal. Sie und ihre Leidensgenossinnen werden vom mafiösen Barbesitzer wie Gefangene gehalten, geschlagen und erniedrigt. Erst Yelo, ein Mitarbeiter der UN, behandelt sie nicht als Sex-Objekt, er gibt ihr die nötige Sicherheit und ein Vertrauen, um aus diesem Milieu auszusteigen. In einem gewaltsamen Akt befreit sie sich von den Zwängen, besinnt sich auf ihre traditionellen Werte. Sie schwört einen Eid, bei dessen Erfüllung sie am Ende den „Morbayassa‟ tanzen muss. So gestärkt reist sie nach Frankreich, um dort ihre verlorene Tochter zu suchen.
Der Film zeigt eindrucksvoll und fassettenreich das Schicksal, das viele junge Frauen in den Städten Afrikas teilen.

Morbayassa_poster

Cheick Fantamady Camara, geb. 1960 in Conakry, Guinea, studierte Drehbuch und Regie in Paris. Nach einigen Kurzfilmen folgte 2006 sein erster langer Spielfilm „Wolken über Conakry“, für den er weltweit Preise erhielt. Seinen zweiten Spielfilm „Morbayassa“ – das ist der Name eines traditionellen Tanzes – realisierte er 2012, die Uraufführung erfolgte wegen abschließender Finanzierungsprobleme erst 2014 in Paris.