Juju Factory

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Juju Factory

Dem. Rep. Kongo / Belgien 2007, R.: Balufu Bakupa-Kanyinda,
97 Min., frz. OF, dt. UT

Der Film erzählt die Geschichte des Schriftstellers Kongo Congo, der in Matongé lebt, dem afrikanischen Viertel in Brüssel. Er hat den Auftrag, ein Buch über die kongolesische Diaspora zu schreiben, und gerät dabei – von Geldsorgen geplagt – in einen Konflikt: Der Verleger stellt sich den Roman als eine Art populären Reiseführer mit ethnischen Details vor, unpolitisch und ohne Tiefgang. Das widerstrebt Kongo, der das Leben der Afrikaner in Brüssel realistisch und kritisch darstellen und die dahinter verborgenen Spuren der belgischen Kolonialgeschichte aufdecken will.
Die Betrachtungsweise des Schriftstellers führt zu immer heftigeren Disputen mit seinem Verleger. Die Dialoge der beiden spiegeln zwei Seiten wider: Präsenz und Verdrängung der Kolonialgeschichte.

 

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Balufu Bakupa-Kanyinda, geb. 1957 im Kongo, studierte Soziologie, Geschichte und Philosophie in Belgien. Seine Ausbildung zum Filmemacher absolvierte er in Frankreich, England und in den USA. Er arbeitet heute als Drehbuchautor, Schriftsteller und Filmregisseur, z. Z. lebt er hauptsächlich in der Demokratischen Republik Kongo.
„Juju Factory“ gewann u.a. den Golden Dhow Award als bester Film beim Zanzibar International Film Festival 2007 und den ersten Preis beim Festival „Ecrans noirs 2008“ in Yaoundé (Kamerun).