Hedi

110Tunesien / Belgien / Frankreich 2016, R.: Mohamed Ben Attia, 88 Min., arab. OF, dt. UT

Das Leben von Hedi, einem jungen Tunesier, verläuft in geordneten Bahnen. Überraschungen, so glaubt er, wird es keine mehr geben. Denn die Zukunft haben andere für ihn geplant. Seine Mutter hat stets ihre schützenden Arme über ihn ausgebreitet und mit dazu beigetragen, dass er niemals einen eigenen Willen entwickeln konnte. Auch der Chef lässt Hedi nach seiner Pfeife tanzen und schickt ihn ausgerechnet in der Woche vor seiner Hochzeit auf Dienstreise. Aber die Familie wird sich schon um alles kümmern, schließlich hat die Mutter auch die Braut ausgewählt. Doch plötzlich geschieht etwas, womit niemand gerechnet hätte: Hedi lernt im Hotel die selbstbewusste Tänzerin Rim kennen und verliebt sich in sie.

Der Film über einen Mann, der aus seiner Erstarrung ausbricht, ist auch als eine Parabel auf den „Arabischen Frühling“ 2011 in Tunesien zu sehen.

 

Biografie:

Mohamed Ben Attia, geb. 1976 in Tunesien, studierte in Frankreich Audiovisuelle Kommunikation. „Hedi“ ist sein Langspielfilmdebüt und wurde auf der Berlinale 2016 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

 

So. 13.11., 20 Uhr

Trailer