Film

Azimuth

Südafrika, R.: Nirma Madhoo, 7 Min., OF,  UT

Der VR-Film Azimuth ist ein experimenteller Film, der zeitgenössische Mode in brutalistischen Architekturen in einem 360°-Raum erforscht. Die Filmemacherin experimentiert dabei mit 360° Live-Action-Filmen mit Unterwasser-, Luft- und Drohnen-Takelage sowie zusammengesetztern digitalen 3D-Assets. Der Begriff „Azimuth“ stammt aus dem Arabischen und bezeichnet eine Messung in einem sphärischen Raum. Azimuth feiert Beton als allgegenwärtiges Material und stellt sich Beton in drei Elementarzuständen vor: visuelle Metapher: flüssig | fest | Äther. Ein entsprechend geformter Körper wird in visuellen Betonlandschaften abgebildet: unter Wasser; in einem städtischen Dschungel; und schließlich als voll digital aufsteigend vermittelte Einheit. Die Filmemacherin will damit stereotype Vorstellungen von afrikanischen Identitäten in Frage stellen. Zeitgenössische Mode wird dabei von futuristisch wirkender südafrikanischer Architektur im Stil des „Brutalismus“ präsentiert.
Nirma Madhoo lebt zwischen Durban und Melbourne und ist Modefilmerin, Forscherin und z.Z. Doktorantin. Nirma war ursprünglich als Modedesignerin ausgebildet, wechselte aber aufgrund ihrer interdisziplinären Interessen zur Mode-Image-Erstellung. Sie versucht, mit einer digitalen Ästhetik in modischen neuen Medien zu experimentieren, während sie sich kritisch in Praxis und Theorie engagiert. Ihre Filme wurden in Großbritannien, Südafrika und Australien auf Mode- und Digitalfesti-vals gezeigt.