Film

The Sounds of Masks

Mosambik, 2018, R.: Sara de Gouveja, 70 Min., port. OF, engl. UT

Atanásio Cosme Nyusi ist ein legen­därer Mapiko-Tänzer und fesselnder ­Erzähler. Mapiko ist ein traditioneller Maskentanz, der ausschließlich von männlichen Mit­gliedern der in Nord­mosambik lebenden Makonde-Gemeinschaft aufgeführt wird. Die Masken können alles darstellen, je nach ­Inspiration des Bildhauers können es ­Männer, Frauen oder auch Tiere sein und die Tänzer repräsentieren deren Geister. Der Film beleuchtet Nyusis Leben hinter den Masken und enthüllt seine Überzeugungen, Ängste und Bestrebungen als Vater und Verwalter der Mapiko-Tradition. Mit visuell beeindruckenden Bildern nimmt uns die Dokumentation mit auf eine Reise durch Mosambiks Vergangenheit und Gegenwart. Während des jahrzehntelangen ­Unabhängigkeitskrieges in Mosambik entwickelte sich der Tanz zu einem Werkzeug, um sich gegen die Kolonialherren aufzulehnen. Daraufhin wurde Mapiko wegen seines unruhestiftenden großen Einflusses auf die Bevölkerung verboten. „The Sound of Masks“ ist eine Hommage an Künstler, die in schwierigen Zeiten ­Botschaften des Widerstands und der Stärke vermitteln und neue Generationen ­lehren, ihr Erbe am Leben zu erhalten.
Sara de Gouveja, geb. in Portugal, studierte in Großbritannien Fotojournalismus und lebt seit 2008 in Kapstadt, Südafrika. Sie arbeitet als Drehbuchautorin, Kamerafrau und Produzentin. Ihr Langfilmdebüt “The Sound of Masks” wurde wegen der akribisch recherchierten Archivarbeit mehrfach ausgezeichnet.