Film

Days of Cannibalism

Südafrika / Lesotho, 2020, R.: Teboho Edkins, 79 Min., Zulu, Xhosa, Mandarin OF, engl. UT

In einem Mix aus dokumentarischer Form und Western-Elementen zeigt „Days of Cannibalism“ wie in den rauhen Bergen des südafrikanischen Lesotho lokale Traditionen und moderner Kapitalismus aufeinanderprallen. Händler aus China kämpfen mit ehemaligen Basotho-Viehzüchtern ums Überleben. Die chinesischen Wirtschaftsmigranten nehmen zunehmend Einfluss auf das soziale Klima und das traditionelle Wertesystem in dieser abgelegenen Region. Die Einheimischen sind gezwungen, im Bergbau billige Jobs anzunehmen, um über die Runden zu kommen. Welche Regeln gelten noch unter dem steigenden Einfluss des Kapitalismus? Der Film beschreibt eindringlich, welche Auswirkungen die Globalisierung auf den Alltag und das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Lebensweisen hat.
Teboho Edkins, geboren 1980, wuchs in Südafrika und Deutschland auf. Er studierte an der „University of Fine Arts“ in Kapstadt und dem französischen „Le Fresnoy - Studio National des Arts Contemporains“. Außerdem absolvierte er ein Regiestudium an der „Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin“. Er lebt in Kapstadt, Paris und Berlin.