Film 2026

CONGO BOY

 

Spielfilm, Zentralafrikanische Republik / D. R. Kongo / Frankreich / Italien 2026, R.: Albert Fariala Alolea, 91 Min., Sango / Lingala / Swahili / Französisch OF, engl. UT

Robert ist 17 Jahre alt und träumt von einer Karriere als Rapper. Als kongolesischer Flüchtling lebt er mit seiner Familie in der Zentralafrikanischen Republik. Nachdem seine Eltern verhaftet werden, muss er allein für seine vier jüngeren Geschwister sorgen. Zwischen Gelegenheitsjobs, Abiturvorbereitung und dem Überlebenskampf in einer von Milizen kontrollierten Stadt hält er an seiner Musik fest – gegen den Willen seines Vaters. Ein Musikwettbewerb eröffnet ihm die Hoffnung auf eine andere Zukunft. Der Film ist autobiografisch inspiriert. Der Regisseur floh als Kind mit seinen Eltern aus der D. R. Kongo in die Zentralafrikanische Republik. Sein eigener Weg führte ihn schließlich bis nach Cannes.Herausragende schauspielerische Leistungen und eindringliche Szenen machen Roberts Alltag zwischen familiärer Fürsorge, existenzieller Unsicherheit und musikalischem Aufbruch unmittelbar erfahrbar. Dabei erscheint Musik als Möglichkeit, eine eigene Stimme zu finden und das Leben selbst zu gestalten. Der Film verbindet die persönliche Geschichte seines Protagonisten mit einem genauen Blick auf die Lebensbedingungen junger Geflüchteter. Aus dem Spannungsfeld zwischen Verantwortung und Selbstbestimmung entwickelt er seine emotionale Kraft.
Albert Fariala Alolea wurde 1997 in der D. R. Kongo geboren und flüchtete schon in sehr jungen Jahren in die Zentralafrikanische Republik. Im Jahr 2013 startete er seine musikalische Karriere. Später nahm er an Workshops zur Filmproduktion teil und studierte Wirtschaftswissenschaften. „Congo Boy“ ist sein erster Spielfilm. Der Hauptdarsteller gewann beim diesjährigen Filmfestival in Cannes den Preis als Bester Schauspieler.