MY FATHER’S SHADOW |
Nigeria 1993. Die Brüder Akin und Remi leben mit ihrer Mutter auf dem Land, als ihr seit langem abwesender Vater Folarin plötzlich auftaucht. Er nimmt die beiden Jungen mit nach Lagos, wo er noch ausstehenden Lohn einfordern will. Für die Kinder wird die Reise zu einer seltenen Gelegenheit, ihren Vater kennenzulernen – und zu einer Entdeckungstour durch eine ebenso faszinierende wie überwältigende Großstadt.Doch während die Familie durch Lagos zieht, spitzt sich die politische Lage zu. Die Präsidentschaftswahl von 1993 stürzt Nigeria in eine schwere Krise und die wachsenden Unruhen dringen immer stärker in den gemeinsamen Alltag von Vater und Söhnen ein. „My Father’s Shadow“ verbindet die intime Geschichte einer Familie mit einem entscheidenden Moment der nigerianischen Geschichte. Aus der Perspektive der Kinder erzählt der Spielfilm von Vatersein, Erinnerung und Verlust und davon, wie politische Ereignisse bis in das persönliche Leben hineinwirken. |
Akinola Davies Jr. ist ein britisch-nigerianischer Filmemacher, der in Lagos und London aufwuchs. Gemeinsam mit seinem Bruder Wale schrieb er die semi-autobiografische Geschichte, die von Erinnerungen an ihren früh verstorbenen Vater inspiriert ist. „My Father’s Shadow“ ist sein erster Langfilm und war 2025 der erste nigerianische Film in der offiziellen Auswahl des Filmfestivals von Cannes. Dort erhielt er eine besondere Erwähnung der Caméra d’Or. |

