COTTON QUEEN |
In Nafisas Dorf im Sudan dreht sich alles um Baumwolle. Ihre Großmutter Al-Sit ist dessen angesehene Matriarchin und zugleich Hüterin des traditionellen Anbaus.Nafisa ist eine unbeschwerte Teenagerin, die mit ihren Freundinnen bei der Baumwollernte herumalbert und gerne im Nil baden geht. Insgeheim ist sie in den jungen Babiker verliebt, doch Nafisas Eltern setzen alles daran, sie an einen Geschäftsmann zu verkuppeln, der gerade ins Dorf gekommen ist und mit seinen gentechnisch veränderten Samen dem Baumwollanbau zu neuem Schwung verhelfen will. Ihre Großmutter dagegen will das Mädchen an einen anderen Mann verheiraten und warnt sie davor, ihr Herz an einen Jungen zu verschwenden und damit ihre Freiheit zu verlieren. Was Nafisa selbst will, scheint keinen zu interessieren. Das Mädchen möchte nur weg aus der dörflichen Enge. In poetischen und traumhaften Bildern entwickeln sich die Widersprüche nach und nach zu einer spannenden Geschichte. Außerdem gibt der Film Einblicke in die koloniale Vergangenheit des Sudans und aktuellen gesellschaftlichen sowie wirtschaftspolitischen Entwicklungen. |
Suzannah Mirghani ist die Tochter eines sudanesischen Vaters und einer russischen Mutter. Sie wuchs im Sudan auf. Nach verschiedenen Kurzfilmen ist „Cotton Queen“ ihr Langfilmdebüt. Es ist der erste, von einer Frau gedrehte Spielfilm aus dem Sudan. Die Dreharbeiten mussten wegen des Krieges im Sudan nach Ägypten ausgelagert werden, wohin auch viele der Darsteller*innen fliehen mussten. |

