Film 2026

BEN’IMANA

 

Spielfilm, Ruanda / Gabun / Frankreich / Norwegen / Côte d’Ivoire 2025, R.: Marie-Clémentine Dusabejambo, 101 Min., Kinyarwanda OF, engl. UT

Ruanda im Jahr 2012. Fast zwei Jahrzehnte nach dem Genozid an den Tutsi versucht das Land, die tiefen Wunden der Vergangenheit aufzuarbeiten. Vénéranda hat den Genozid überlebt und engagiert sich für Versöhnung und Gerechtigkeit. Sie organisiert Gesprächsrunden, in denen Opfer und Familien der Täter aufeinandertreffen. Was für manche ein notwendiger Schritt zur Heilung ist, empfinden andere als Verrat.Als Vénéranda von der unerwarteten Schwangerschaft ihrer Tochter und dem Familienhintergrund des Vaters erfährt, geraten jedoch ihre eigenen Überzeugungen ins Wanken. Plötzlich muss sie sich nicht nur mit der Geschichte ihres Landes, sondern auch mit verdrängten Teilen ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. „Ben’Imana“ – Gottes Volk – erzählt aus einer vorwiegend weiblichen Perspektive von Erinnerung, generationsübergreifendem Trauma und der schwierigen Frage, ob und wie Versöhnung nach extremer Gewalt möglich ist.
Marie-Clémentine Dusabejambo ist eine ruandische Regisseurin und Drehbuchautorin. Nach vier Kurzfilmen ist „Ben’Imana“ ihr erster Langfilm. 2026 feierte der Film seine Premiere in der Sektion Un Certain Regard des Filmfestivals von Cannes und wurde dort mit der Caméra d’Or für den besten Debütfilm sowie dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet.