Deutschlandpremiere WOLOBOUGOU |
Die Hebamme Honorine Soma betreibt eine kleine Entbindungsklinik im ländlichen Burkina Faso. „Ort der mitfühlenden Geburt” hat sie ihn genannt, „Wolobougou“ auf Bambara. Mit großem Einfühlungsvermögen und Verständnis geht sie auf die Frauen ein, die zu ihr kommen und nicht nur unter einer mangelhaften medizinischen Versorgung leiden, sondern auch mit den vorherrschenden, männlichen Vorstellungen von Verhütung und Geburt zu kämpfen haben.Honorine organisiert, untersucht und erklärt unermüdlich und verliert dabei dennoch niemals die Ruhe. Ihr Ansatz ist feministisch: Auf der einen Seite möchte sie den Frauen in ihrer aktuellen Lage helfen, ihr Ziel ist es aber auch, durch ihre Arbeit den Frauen zu mehr Rechten und Selbstbewusstsein zu verhelfen. Aus eigener Erfahrung als alleinerziehende Mutter weiß sie, was es heißt, in der patriarchalen Gesellschaft Burkina Fasos unabhängig zu sein. Diese Haltung vermittelt sie auch den jungen Hebammen und den schwangeren Frauen. Auf diese Weise hat sie einen Ort geschaffen, an dem die Frauen sich öffnen und ihre Sorgen austauschen können. |
Camille Varenne ist eine französische Dokumentarfilmregisseurin. Heute lebt und arbeitet sie zwischen Frankreich und Burkina Faso. Sie studierte Dokumentarfilmregie unter anderem am Institut Imagine, das vom burkinischen Filmemacher Gaston J.-M. Kaboré gegründet wurde. In ihren Filmen beschäftigt sie sich vor allem mit dekolonialen und feministischen Perspektiven. |

