{"id":8035,"date":"2023-10-21T12:59:33","date_gmt":"2023-10-21T10:59:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/?page_id=8035"},"modified":"2023-12-05T09:15:53","modified_gmt":"2023-12-05T08:15:53","slug":"vorwort-2023-1","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/vorwort-2023-1\/","title":{"rendered":"Vorwort 2023 &#8211; 1"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/\">Seite ansehen<\/a><\/p>\n\n\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_001.jpg\" alt=\"image\" width=\"360\" height=\"278\" \/><\/p>\n<h1 style=\"padding-top: 2pt; text-align: center;\"><strong>Liebe Freund*innen des afrikanischen Filmfestivals Hamburg,<\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\">zum <strong>12. Mal<\/strong> pr\u00e4sentierten wir im Studio-Kino in Hamburg Altona eine hochkar\u00e4tige Auswahl von Filmen afrikanischer Regisseur*innen. Einen Gro\u00dfteil der Produktionen entdeckten wir beim diesj\u00e4hrigen FESPACO Filmfestival in Ouagadougou.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">W\u00e4hrend bei europ\u00e4ischen Filmfestivals in Berlin, M\u00fcnchen, Hamburg oder Cannes afrikanische Filme nach wie vor v\u00f6llig unterrepr\u00e4sentiert sind, konnte ein interessiertes Publikum bei uns 30 Filme von afrikanischen Regisseur*innen sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Mehrere Filmemacher*innen reisten zur Pr\u00e4sentation ihrer Werke an, um mit dem Publikum \u00fcber ihre Themenwahl und die Produktionshintergr\u00fcnde zu diskutieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Auff\u00e4llig bei dem diesj\u00e4hrigen Filmangebot war die gro\u00dfe Anzahl an Spielfilmen und eher wenigen Dokumentationen. Dies ist vermutlich auf die eingeschr\u00e4nkten Reisem\u00f6glichkeiten f\u00fcr Dokumentarfilmer*innen w\u00e4hrend der Corona Pandemie zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In den Filmen wurden <strong>Themen <\/strong>aufgegriffen, <strong>die die Menschen in den afrikanischen L\u00e4ndern direkt und unmittelbar betreffen. <\/strong>Die Themen Identit\u00e4tssuche und Selbstbestimmung zogen sich wie ein roter Faden durch das Programm.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Einige Filme erz\u00e4hlten von den Auswirkungen des globalen Klimawandels, von dem die Bev\u00f6lkerung in verschiedenen Regionen immer mehr betroffen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bemerkenswert ist die hohe \u00e4sthetische und erz\u00e4hlerische Qualit\u00e4t der Filme, die sich in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert hat und internationalem Vergleich standh\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die feierliche <strong>Er\u00f6ffnung <\/strong>fand wie immer im <strong>Studio-Kino <\/strong>Foyer statt mit Fingerfood und Getr\u00e4nken. Zwei Musiker stimmten im Kinosaal die G\u00e4ste auf das Festival ein. <strong>Massa Demb\u00e9l\u00e9 <\/strong>aus Burkina Faso sang und spielte auf dem Ngoni, einer Art Harfe, begleitet auf dem Balafon von dem guineanischen Perkussionisten <strong>Mohamed Sylla <\/strong>aus Guinea. Bei ihrem Konzert nahmen sie uns mit auf eine Reise durch die Vielfalt westafrikanischer Melodien.<\/p>\n<p class=\"s1\" style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_002.jpg\" alt=\"image\" width=\"282\" height=\"188\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_003.jpg\" alt=\"image\" width=\"281\" height=\"188\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_004.jpg\" alt=\"image\" width=\"208\" height=\"277\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; text-align: center;\">Das Festival wurde er\u00f6ffnet mit den Film <strong>\u201eLe Galop\u201c <\/strong>von <strong>Eleonore Yameogo <\/strong>aus Burkina Faso, der uns zum <strong>FESPACO <\/strong>f\u00fchrte, dem gr\u00f6\u00dften und \u00e4ltesten Filmfestival auf dem afrikanischen Kontinent.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wir freuten uns sehr, die Regisseurin des Films begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen sowie den <strong>Journalisten und Buchautor Justin Morel Junior <\/strong>aus der Republik Guinea.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_005.jpg\" alt=\"image\" width=\"255\" height=\"192\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-top: 2pt; text-align: center;\">Die Filmemacherin verbindet in ihrem Film eine Legende um die mythische Freiheitsk\u00e4mpferin Yennenga mit dem Portrait von vier jungen Regisseur*innen aus Burkina Faso, Senegal, Niger und Ruanda, die mit ihren Filmen voller Stolz ins Rennen gehen. Diskutiert wird vor allem \u00fcber Wert und Sinn einer professionellen Preisjury bei Filmfestivals. Jedoch sind sich alle einig, dass dabei gewesen sein schon den gr\u00f6\u00dften Wert darstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_006.png\" alt=\"image\" width=\"736\" height=\"529\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; text-align: center;\">Zwei Filme zeigten auf sehr unterschiedliche Weise, welchen Wert <strong>Rap <\/strong>f\u00fcr gesellschaftliche Prozesse haben kann. In dem Film <strong>\u201eCasablanca Beats\u201c <\/strong>sieht der ehemalige <strong>Rapper Anas Basbousi <\/strong>seine Aufgabe darin, in einem marokanischen Kulturzentrum Jugendliche zu motivieren, gegen den Widerstand von der Leiterin und einigen Eltern sich kritisch mit Tabuthemen wie Tradition, Familie, Islam und Politik in selbst gemachten Reimen auseinander zu setzen, um eigene St\u00e4rken zu entdecken und damit Selbstbewusstsein entwickeln zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Film <strong>\u201eMutant\u201c <\/strong>ist das Portrait des S\u00fcdafrikaners <strong>Isaac Mutant<\/strong>, der in seinen Reimen und als Sprecher der marginalisierten Cape Couleurs Community in Kapstadt Themen wie Rassismus, Klassenzugeh\u00f6rigkeit und Identit\u00e4t lautstark in die Gesellschaft bringt.<\/p>\n<p class=\"s1\" style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_007.jpg\" alt=\"image\" width=\"164\" height=\"218\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_008.jpg\" alt=\"image\" width=\"394\" height=\"198\" \/><\/p>\n<p class=\"s1\" style=\"text-align: center;\">Mushananyisi: Mutant Casablanca Beats<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">K\u00e4mpferischen Menschen, die sich ein Leben au\u00dferhalb einengender gesellschaftlicher Normen w\u00fcnschen, begegnen wir auch in den Filmen \u201e<strong>Banel &amp; Adams\u201c <\/strong>und \u201e<strong>Xal\u00e9\u201c<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In beiden Filmen sind die Frauen in patriarchische Zw\u00e4nge eingebunden und k\u00e4mpfen f\u00fcr ein selbstbestimmtes Leben au\u00dferhalb vorgegebener Normen und Traditionen. W\u00e4hrend Banel dabei immer mehr ins Abseits ger\u00e4t, r\u00e4cht sich in \u201eXal\u00e9\u201c die Protagonistin Awa durch Mord an ihrem Vergewaltiger.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der anwesende Regisseur von \u201eXal\u00e9\u201c <strong>Moussa Sc\u00e8ne Absa <\/strong>erkl\u00e4rte im anschlie\u00dfenden Q&amp;R Filmgespr\u00e4ch seine von westafrikanischen Griots inspirierte Erz\u00e4hltechnik.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_009.jpg\" alt=\"image\" width=\"465\" height=\"349\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; line-height: 14pt; text-align: center;\">Tief in afrikanische Traditionen f\u00fchren die Filme <strong>\u201e<\/strong><strong>Mami Wata<\/strong><strong>\u201c <\/strong>und <strong>\u201cAI: African Intelligence\u201d<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Beim spannenden in Schwarz-Wei\u00df gedrehten Film <strong>\u201eMami Wata\u201c <\/strong>hatten wir den Regisseur <strong>C.J. \u201cFiery\u201c Obasi <\/strong>und Ehefrau und Produzentin <strong>Oge Obasi <\/strong>zu Gast.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Angelehnt an die Figur der traditionellen Meerjungfrau und Schutzg\u00f6ttin Mami Wata, die in allen westafrikanischen, brasilianischen und kubanischen Glaubensrichtungen eine starke Rolle spielt, wird in dem Film die Auseinandersetzung zwischen Tradition, Religion und Moderne verhandelt.<\/p>\n<p class=\"s1\" style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_010.jpg\" alt=\"image\" width=\"442\" height=\"249\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_011.jpg\" alt=\"image\" width=\"177\" height=\"249\" \/><\/p>\n<p style=\"line-height: 14pt; text-align: center;\">Der Film <strong>\u201eAI: African intelligence\u201c <\/strong>von <strong>Manthia Diawara <\/strong>greift ein \u00e4hnliches Thema auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der geb\u00fcrtige Malier, heute Professor an der New York University f\u00fcr vergleichende Literatur- und Filmwissenschaften, hat sich auf eine Reise zur Erforschung von Ritualtraditionen in Fischerd\u00f6rfern an der K\u00fcste Senegals aufgemacht, die er in langen filmischen Einstellungen in Begleitung westlicher Wissenschaftler dokumentiert. Dabei geht er der Frage nach, ob die nach strengen immer rationaler organisierten Gesellschaften des Westens in einer Sackgasse stehen und altes afrikanisches Wissen, wie das in der Heilungszeremonie beobachtete, einen Weg zu humaneren und anders gestalteten Gesellschaften beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Antworten geben k\u00f6nnen und wollen beide Filme nicht. Sie haben jedoch das Potenzial, \u00fcber solche Fragen weiter nachzudenken.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_012.jpg\" alt=\"image\" width=\"571\" height=\"294\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; text-align: center;\">Leider beherrscht das Thema <strong>radikaler Islamismus <\/strong>noch immer viele afrikanische Gesellschaften. In den Filmen <strong>\u201eLe Sermon des Proph\u00e8tes\u201c <\/strong>und <strong>\u201eSira\u201c <\/strong>n\u00e4hern sich die Regisseur*innen aus Burkina Faso auf unterschiedliche Art und Weise diesem Thema.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der preisgekr\u00f6nte Film <strong>\u201eSira\u201c <\/strong>von der burkinischen Regisseurin <strong>Apolline Traor\u00e9 <\/strong>l\u00e4sst in einem spannenden Spielfilm die Hauptdarstellerin wie eine Amazone mutig und auf sich allein gestellt gegen eine Gruppe Dschihadisten einen aussichtslos erscheinenden Kampf mit Happy End f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-indent: 3pt; text-align: center;\">\u201eLe sermon des Proph\u00e8tes\u201c <span class=\"p\">ist ein sehr realistisch wirkender Film ganz anderer Machart. Der burkinische Filmemacher <\/span>Seydou Boundaon\u00e9 <span class=\"p\">erz\u00e4hlt in sehr eindringlicher Manier, mit welchen Tricks, L\u00fcgen und Schmeicheleien hochrangige M\u00e4nner mit dschihadistischen Gruppen heimlich zusammen arbeiten und junge M\u00e4nner durch falsche Versprechungen als K\u00e4mpfer f\u00fcr den \u201ewahren\u201c Glauben gewinnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"s2\" style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_013.jpg\" alt=\"image\" width=\"248\" height=\"186\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_014.jpg\" alt=\"image\" width=\"298\" height=\"188\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Film soll in der aktuellen Bedrohungslage in Burkina Faso die Bev\u00f6lkerung \u00fcber Anwerbemethoden und falsche Versprechungen aufkl\u00e4ren. Im Filmgespr\u00e4ch berichtete <strong>Seydou Boundaon\u00e9, <\/strong>dass selbst das Drehen in den D\u00f6rfern nicht ungef\u00e4hrlich war. Oft musste das Team die Szenen schnell abdrehen und ebenso schnell verschwinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der nigerianische Spielfilm <strong>\u201eAll The Colours of The World Are Between Black And White\u201c <\/strong>von Regisseur <strong>Babatunde Apalowowurde <\/strong>greift sehr sensibel das Thema Homosexualit\u00e4t auf. Die strafrechtliche Verfolgung von queeren Menschen nimmt in vielen L\u00e4ndern Afrikas wieder zu. Aber auch die gesellschaftliche Akzeptanz l\u00e4sst eher nach, es kommt immer wieder zu \u00dcbergriffen. Im Anschluss berichtete <strong>Christian Hanussek <\/strong>von <strong>Amnesty International Berlin <\/strong>\u00fcber die aktuelle Situation in Nigeria.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_015.jpg\" alt=\"image\" width=\"187\" height=\"249\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In <strong>\u201eShimoni\u201c <\/strong>und <strong>\u201eMon P\u00e8re, le Diable\u201c <\/strong>tauchen die Figuren der Filmemacherinnen in tiefe psychische Konflikte und Traumata ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In ihrem Spielfilmdeb\u00fct <strong>\u201eShimoni\u201c <\/strong>zeigt die kenianische Regisseurin <strong>Angela Wanjiku Wamai, <\/strong>wie eine enge Dorfgemeinschaft nicht dazu bereit ist, dem in eigener Schuld gefangenen Exh\u00e4ftling Geoffrey eine Chance zu geben, sich von seinem Trauma zu befreien und in die Gesellschaft zu integrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In sorgf\u00e4ltig komponierten Bildern und nach intensiven Proben mit den Schauspielern, wie die Regisseurin in einer online- Schaltung lebendig erz\u00e4hlte, entstand ein unter die Haut gehender Film.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_016.jpg\" alt=\"image\" width=\"381\" height=\"213\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; text-indent: 23pt; text-align: center;\">In dem Film <strong>\u201eMon P\u00e8re, le Diable\u201c <\/strong>der kamerunischen Regisseurin <strong>Ellie Foumbi <\/strong>versucht die Protagonistin ebenso ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten, bis sie mit dem M\u00f6rder ihrer Familie in Guinea durch Zufall konfrontiert wird und auf Rache sinnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In beiden Filmen wird auch die Rolle und Macht der Kirche beleuchtet. Geistliche in gehobenen Positionen, versuchen junge Menschen f\u00fcr ihre Interessen unter ihren Einfluss zu bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Film <strong>\u201eMon P\u00e8re, le Diable\u201c <\/strong>gewann aufgrund dieser dichten, spannenden Darstellung den <strong>Publikumspreis f\u00fcr Spielfilm <\/strong>bei unserem Festival.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In dem Film <strong>\u201eOmen &#8211; Augure\u201c <\/strong>des belgisch-kongolesischen Musikers, Designers und Filmemachers <strong>Balodji <\/strong>geht es um Menschen, die aufgrund eines k\u00f6rperlichen Merkmals, einer psychischen Erkrankung oder schwerer Lebensumst\u00e4nde von der Gesellschaft als Au\u00dfenseiter betrachtet werden. In afrikanischen Gesellschaften werden sie h\u00e4ufig verflucht, als Hexen bezeichnet und verfolgt. Der Filmemacher selbst erkl\u00e4rt in einem Vorabinterview, das wir nach der Filmvorf\u00fchrung zeigten, dass sein Name Balodji einen negativen Bedeutungswandel erfahren hat und heute wie Hexer verstanden wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Omen ist nach einigen erfolgreichen Kurzfilmen sein erster langer Spielfilm, indem er teilweise seine eigenen Erfahrungen verarbeitete. Die Machart ist sehr unkonventionell. Bizarre Szenerien wie die Gruppe der Stra\u00dfenjungen wechseln mit sehr realistischen und es treten pl\u00f6tzlich unvermutete Ereignisse auf.<\/p>\n<p class=\"s1\" style=\";text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_017.jpg\" alt=\"image\" width=\"330\" height=\"220\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_018.jpg\" alt=\"image\" width=\"260\" height=\"347\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; text-align: center;\">Auch der im Nordsudan spielende Film <strong>\u201eThe Dam\u201c <\/strong>gab den Zuschauern einige R\u00e4tsel auf. Der libanesische bildende K\u00fcnstler und Filmemacher <strong>Ali Cherry <\/strong>konnte in einem nachfolgenden online Q&amp;R Gespr\u00e4ch viele der Fragen aufkl\u00e4ren. Sein k\u00fcnstlerisches Material sind Erde und Wasser, beide Elemente bestimmen auch seinen Deb\u00fctfilm. Der Protagonist, der Ziegelarbeiter Maher, f\u00e4hrt nach Feierabend in die W\u00fcste, wo er in aller Stille eine Meter hohe Schlammskulptur errichtet. Er baut an seiner Zukunft, bis sich der Turm schlie\u00dflich in ein mystisches Wesen mit k\u00f6rperlicher Pr\u00e4senz verwandelt, um sich danach aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_019.png\" alt=\"image\" width=\"639\" height=\"354\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-top: 7pt; text-align: center;\">Der Preistr\u00e4ger f\u00fcr den <strong>besten Dokumentarfilm \u201eThe Cemetery of Cinema\u201c <\/strong>ist der junge guineanische Filmemacher <strong>Thierno Souleymane Diallo<\/strong>. Er kommt aus einem Land, in dem die Filmtradition seit der Zeit Sekou Tour\u00e9s nicht weiter fortgef\u00fchrt wurde. Umso begeisterter war das Publikum von seinem Film, indem er sich auf \u00e4u\u00dferst kreative und unterhaltsame Weise auf die Suche nach einem verschollenen Kurzfilm seines Landsmanns aus dem Jahr 1953 begibt. Mit nackten F\u00fc\u00dfen und Kamera und Mikrofon immer auf dem R\u00fccken im Anschlag durchforstet er das Land, besichtigt verfallene Kinos, betrachtet verstaubte Filmrollen und spricht mit Zeitzeugen. Viele haben von dem Film geh\u00f6rt, niemand hat ihn gesehen. Es sei daher so wichtig, Kulturg\u00fcter zu archivieren, so sein Fazit.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Diallo gab nach der Vorf\u00fchrung spannende Einblicke in seine Arbeitsweise und m\u00f6chte gern mit den Preisgeldern, die er einsammelt, jungen guineanischen Filmemachern eine bessere Ausbildung erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_020.png\" alt=\"image\" width=\"632\" height=\"232\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; text-align: center;\">Gut aufgenommen wurden vom Publikum auch die <strong>Kurzfilme<\/strong>, die sich in vielf\u00e4ltigen Fassetten um das Thema Umwelt, Klimawandel und Zukunft rankten.<\/p>\n<p class=\"s1\" style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_021.jpg\" alt=\"image\" width=\"210\" height=\"105\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_022.jpg\" alt=\"image\" width=\"187\" height=\"105\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_023.jpg\" alt=\"image\" width=\"121\" height=\"104\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_024.jpg\" alt=\"image\" width=\"113\" height=\"168\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der portugieisch-angolanische Animationsfilm <strong>\u201eNayola\u201c <\/strong>von <strong>Jos\u00e9 Miguel Ribeiro <\/strong>ist ein Meisterwerk seiner Art. In meist expressiv leuchtenden Farben erz\u00e4hlt der Film die Geschichte dreier Frauen w\u00e4hrend des angolanischen B\u00fcrgerkriegs 1995 und in realen Bildern das Leben im Jahr 2011. Dieser Film wurde vom Publikum auch mit einer <strong>Spitzenbewertung <\/strong>belohnt und es wurde nach einer weiteren Auff\u00fchrung gefragt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_025.jpg\" alt=\"image\" width=\"339\" height=\"211\" \/><\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\">\u00a0<\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\">Musikfilme <span class=\"p\">kamen nat\u00fcrlich auch in dieser Ausgabe bei diesem Festival nicht zu kurz. Neben <\/span>\u201eMutant\u201c <span class=\"p\">zeigten wir den Film <\/span>\u201eErhebe dich, du Sch\u00f6ne\u201c<span class=\"p\">, das in die politisch-sozialen Probleme Addis Abebas eingebettete Portrait der <\/span>Azmari S\u00e4ngerin Nardos Wude Tesfaw <span class=\"p\">der Schweizer Regisseurin <\/span>Heidi Specogna<span class=\"p\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_026.jpg\" alt=\"image\" width=\"278\" height=\"209\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Nach dem Film konnte unser Gast Dr. Getie Gelaye <span class=\"p\">von der <\/span>Uni Hamburg <span class=\"p\">detaillierte Kenntnisse zur Geschichte und Bedeutung dieses popul\u00e4ren traditionellen Musikstils in \u00c4thiopien erl\u00e4utern.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ziemlich rau ging es in dem Film <strong>\u201eBurning Casablanca\u201c <\/strong>des marokkanischen Regisseurs <strong>Ismael El Irani <\/strong>zu. Die Rock n\u2019 Roll Szene der 1970er Jahre war auch in Marokko gekennzeichnet durch Prostitution, Drogen und Alkohol. Der Film stellt diese Szenerie in aller Sch\u00e4rfe dar.<\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; text-align: center;\">Neben den 26 Vorstellungen im Studio-Kino gab es dieses Jahr <strong>drei weitere Spielst\u00e4tten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"line-height: 14pt; text-align: center;\">Im <strong>Musikclub Baalsaal <\/strong>auf der Reeperbahn verbanden wir die Vorf\u00fchrung des gekonnt<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_027.jpg\" alt=\"image\" width=\"421\" height=\"316\" \/><\/p>\n<p style=\"text-indent: -3pt; text-align: center;\">geschnittenen Films <strong>\u201eAbove And Beyond &#8211; The Global Rise of Afro House\u201c <\/strong>mit einer Afro House Party mit den <strong>DJ\u2019s Hyenah und Aziz <\/strong>aus Berlin. Die anwesende Regisseurin <strong>Naomi Phillips <\/strong>bekam von dem \u00fcberwiegend jungen Publikum frenetischen Beifall. Getanzt wurde in dem vollen Saal bis in den fr\u00fchen Morgen, wobei eine s\u00fcdafrikanische DJ\u2019n als Gast einen besonderen Akzent setzte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Somit ging unser Plan auf, Filme auch in anderen Kulturst\u00e4tten zu zeigen als in einem Kinosaal.<\/p>\n<p class=\"s1\" style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_028.jpg\" alt=\"image\" width=\"448\" height=\"252\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_029.jpg\" alt=\"image\" width=\"189\" height=\"251\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_030.png\" alt=\"image\" width=\"614\" height=\"219\" \/><\/p>\n<p style=\"line-height: 12pt; text-align: center;\">neue <strong>Virtual Reality Produktionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">mit dem Titel \u201e<strong>AFROROUTES\u201c <\/strong>zu erleben. Immer wieder sind Menschen begeistert von dem Erlebnis, das durch den Blick in die Brille als ganzk\u00f6rperliche Erfahrung gemacht wird.<\/p>\n<p style=\"padding-bottom: 2pt; text-indent: -4pt; text-align: center;\">Wie in den Vorjahren gab es in den \u00f6ffentlichen B\u00fccherhallen, in diesem Jahr in der gut frequentierten <strong>Zentralbibliothek, <\/strong>an zwei Tagen kostenlos<\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; text-align: center;\">Ebenso erfreulich verlief die gut besuchte Projektion des Films \u201e<strong>L&#8217;Argent, La Libert\u00e9, une histoire du Franc CFA\u201c<\/strong>, den wir im <strong>afrikanischen Kulturzentrum Afrotopia <\/strong>in Barmbek zeigten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_031.jpg\" alt=\"image\" width=\"284\" height=\"160\" \/><\/p>\n<p style=\"text-indent: -15pt; text-align: center;\">Der Film behandelt ein hochpolitisch aktuelles Thema. Frankreich hatte kurz nach dem <br \/>2. Weltkrieg acht L\u00e4nder seines Kolonialreichs zu der \u201eWestafrikanischen W\u00e4hrungsunion\u201c zusammengeschlossen. Der Film greift die dadurch entstandene Abh\u00e4ngigkeit von Frankreich auf und den Kampf gegen diesen Neokolonialismus, der nun seine aktuelle Fortsetzung in den L\u00e4ndern Mali, Burkina Faso und Niger findet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_032.jpg\" alt=\"image\" width=\"297\" height=\"167\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Zu einem anschlie\u00dfenden Gespr\u00e4ch hatten wir den renommierten <strong>Wirtschaftswissenschaftler Ali Zafar <\/strong>und als Moderatorin die <strong>Aktivistin und Journalistin Dolly Afoumba eingeladen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Nahezu zwei Stunden diskutierten Besucher*innen im Saal mit den Experten \u00fcber die wirtschaftliche und politische Dimension dieses W\u00e4hrungssystems und die M\u00f6glichkeiten der \u00dcberwindung dieser Abh\u00e4ngigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_033.jpg\" alt=\"image\" width=\"640\" height=\"360\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_034.jpg\" alt=\"image\" width=\"106\" height=\"142\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_035.jpg\" alt=\"image\" width=\"107\" height=\"143\" \/><\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; text-align: center;\">Die beiden <strong>beliebtesten Spiel- und Dokumentarfilme <\/strong>wurden auch in diesem Jahr wieder durch <strong>Publikumsabstimmung <\/strong>ermittelt. Der Geldpreis wird von den <strong>Filmtheaterbetrieben Jansen<\/strong>, zust\u00e4ndig f\u00fcr: Blankeneser Kino, Elbe Kino, Koralle Kino und Studio-Kino in Hamburg, gesponsert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der erstmalig angebotene <strong>Festivalpass<\/strong>, der sich f\u00fcr sehr interessierte Zuschauer ab sechs Filmen lohnt, wurde eher z\u00f6gerlich erworben. Vielleicht hatten viele G\u00e4ste diese M\u00f6glichkeit noch nicht mitbekommen.<\/p>\n<p style=\"padding-top: 2pt; text-align: center;\">Ein Festival lebt von den pers\u00f6nlichen Begegnungen zwischen den Besuchern, den Filmemacher*innen, Kurator*innen und Festivalorganisator*innen. Um diesen Austausch zu erm\u00f6glichen, hatten wir neben dem Studio-Kino erstmalig einen <strong>Begegnungsraum, die \u201eGekreuzten M\u00f6hrchen\u201c<\/strong>, f\u00fcr die Festivalzeit angemietet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Nach anf\u00e4nglich neugierigen Besuchen wurde unser kleines Restaurant von einigen Zuschauern fast t\u00e4glich besucht. Die kleine, aber feine Auswahl an <strong>afrikanischen Speisen <\/strong>wurde immer wieder hoch gelobt und es gab sogar Fragen nach dauerhaftem Angebot.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_036.png\" alt=\"image\" width=\"760\" height=\"584\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Filmemacher*innen und G\u00e4ste konnten vor oder nach den Filmvorf\u00fchrungen in ungezwungener Atmosph\u00e4re ins Gespr\u00e4ch kommen.<\/p>\n<p style=\"padding-top: 1pt; text-align: center;\">Als <strong>positive Entwicklung <\/strong>ist in diesem Jahr die besonders gute Stimmung unter den G\u00e4sten und ein verj\u00fcngtes Publikum zu sehen. Hervorgehoben wurde die gute und vielseitige Filmauswahl. Auch waren die Gespr\u00e4che nach den Filmvorf\u00fchrungen und die Diskussionen mit den Filmemachern f\u00fcr viele anregend und f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Filme erhellend und bereichernd.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Entt\u00e4uschend ist nach wie vor, dass die \u00f6ffentlichen Medien in Presse und TV kaum Notiz nehmen von unserem seit 12 Jahren kontinuierlich, engagiert und mit Erfolg durchgef\u00fchrten afrikanischen Filmfestival.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Fazit: <span class=\"p\">In Zeiten der sich verschlimmernden Krisen, allen voran der Klimawandel, aber auch zunehmende Kriege, einhergehend mit sich rapide verschlechternden (\u00dcber)Lebensbedingungen in afrikanischen L\u00e4ndern, sind immer mehr Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Das bedeutet, dass mehr Menschen als Gefl\u00fcchtete auch nach Europa kommen. Nach einer j\u00fcngsten Studie haben 76 Prozent der schwarzen Menschen in Deutschland Diskriminierung erfahren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Vor diesem Hintergrund finden wir es umso wichtiger, Vorurteilen gegen\u00fcber afrikanischen Menschen entgegen zu wirken und mit den Filmen tiefere Einblicke in afrikanische Lebenswelten zu geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Auch f\u00fcr 2024 werden wir unser afrikanisches Filmfestival AUGEN BLICKE AFRIKA weiter mit gro\u00dfem Engagement vorbereiten &#8211; trotz schmalem Budgets und kleinem Team.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.augen-blicke-afrika.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Festivalbericht_2023_files\/Image_037.png\" alt=\"image\" width=\"767\" height=\"634\" \/><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seite ansehen Liebe Freund*innen des afrikanischen Filmfestivals Hamburg, zum 12. Mal pr\u00e4sentierten wir im Studio-Kino in Hamburg Altona eine hochkar\u00e4tige Auswahl von Filmen afrikanischer Regisseur*innen. Einen Gro\u00dfteil der Produktionen entdeckten wir beim diesj\u00e4hrigen FESPACO Filmfestival in Ouagadougou. 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