Film

Eyimofe

Nigeria, 2020, R.: Arie & Chuko Esiri, 114 Min., engl. OF, dt. UT

Mofe und Rosa - zwei Menschen in Lagos, die sich nicht kennen, haben ein gleiches Ziel: Sie wollen Nigeria für ein besseres Leben verlassen. Mofe schuftet tagsüber als Elektriker in einer Fabrik und nachts als Sicherheitsbeamter. Sein sehnlichster Wunsch ist, nach Spanien auszuwandern. Dafür muss er sich auf illegalem Weg Papiere beschaffen und all‘ sein erspartes Geld investieren. Rosa arbeitet als Friseurin und nachts kellnert sie in einer kleinen Kneipe. Sie schöpft alle Möglichkeiten aus, an Geld zu kommen, um mit ihrer jüngeren Schwester Grace, die schwanger ist, nach Italien, dem Land ihrer Träume zu gehen. Mofe und Rosa sind bei ihrem Vorhaben vom Verantwortungsgefühl gegenüber der Familie getrieben. Beide denken, dass sie nur durch Migration zum Wohl der Verwandten beitragen können. Ihr Blickfeld ist so verengt, dass sie gar nicht mehr wahrnehmen, welche Perspektiven auch ihr eigenes Land bietet.
Arie & Chuko Esiri, geb. 1985 in Nigeria, studierte Drehbuch und Regie an der Columbia University School of the Arts. Er arbeitet als Produzent und realisiert Werbefilme. Auch sein Bruder Chuko studierte in den USA. Beide gingen zurück nach Nigeria, weil sie sich in dem Land zu Hause fühlen und dort Themen finden und aufgreifen können, die für die Menschen von Bedeutung sind. „Eyimofe“ ist ihr erster langer Spielfilm.