Meme pas mal

Tunesien /  Frankreich 2012, R.: Nadia El Fani u. Alina Isabel Pérez,
Dokumentarfilm, 67 Min., OF m. dt. UT

Même pas malAls die Filmemacherin Nadia el Fani ihren Dokumentarfilm „Lacité inch’ Allah“ – ein Plädoyer für eine säkulare Verfassung und Gesellschaft – nach der Revolution in Tunis in einem Kino vorführen will, wird das Kino von islamistischen Fanatikern gestürmt. Über Facebook wird eine von Hass erfüllte Kampagne gegen sie gestartet, telefonisch wird ihr der Tod angedroht.  Da Nadia El Fani Ende 2011 mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird, beschließt sie, diese beiden Ereignisse in einem Dokumentarfilm zu verarbeiten. Der Film erhält dadurch eine bewegende persönliche Note und entlarvt die Menschenverachtung religiöser Hetzer. Durch die filmische Montage wird die Krebskrankheit zum Symbol für das politische Geschwür des Islamismus, das sich in muslimisch geprägten Gesellschaften wie Tunesien auszubreiten droht.

Nadia El Fani wird 1960 in Paris als Tochter einer Französin und eines tunesischen Vaters geboren. Sie lebt die meiste Zeit in Tunesien. In den 80er Jahren beginnt sie zunächst als Regieassistentin, dann realisiert sie eigene Dokumentationen. Heute wohnt sie in Paris, reist für Dreharbeiten aber immer wieder nach Tunesien.

„Meme pas mal“ wurde beim FESPACO 2013 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Même pas mal

Filmfotos „Même pas mal“


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